„Schnitz(G)Schichten“: dreitägiger Hüttenkurs mit Simon Schömer und Claus-Peter Schulz

Kursinhalt

Nicht additiv modellieren, sondern subtrakiv gestalten: Simon Schömer, der in Japan die Kunst des Zähneschnitzens erlernt hat, möchte in seinem Kurs „Schnitz´n auf der Alm – Die Schule des Osaka Ceramic Training Centers“ sein Wissen an andere Zahntechniker weitergeben.
Die japanische Methode des Zähneschnitzens gilt als mühselig, ist aber eine effektive Art um die Wahrnehmung, die Fingerfertigkeit, das Formgefühl und die Konzentrationsfähigkeit zu steigern. Am ersten Kurstag beschäftigen sich die Teilnehmer und der Referent intensiv mit den Charakteristiken und Oberflächenstrukturen der einzelnen Zahnformen und arbeiten einen natürlichen Zahn mithilfe eines japanischen Schnitzmessers aus einem Gipsblock heraus. Am Vormittag des zweiten Kurstages befassen sich die Teilnehmer insbesondere mit einer Fronzahnsituation. Der Fokus liegt hierbei auf der Sensibilisierung für die typischen Merkmale und Details.

Der zweite „Hütten-Referent“, Claus-Peter Schulz, widmet sich anschließend eineinhalb Tage lang dem Thema „(G)schichten auf der Alm“:
Warum die Herstellung von Veneers oft keine einfache Sache ist, zeigt meist schon die erste Einprobe: Der Helligkeitswert ist zu niedrig, in der Keramik sind Lufteinschlüsse, die Passung stimmt auch nicht... So geht es in dem Kurs vor allem um die „Do’s and Don’ts“ in der Veneertechnik, die es jedem Zahntechniker erlauben, sicher, einfach und ästhetisch an das gewünschte Ziel zu gelangen. Anhand zweier Frontzahnrestaurationen werden eine Krone (Zirkon oder feuerfester Stumpf) und ein Veneer auf Platinfolie geschichtet. Dabei liegt das Hauptaugenmerk darauf, die unterschiedlichen Herangehensweisen zu analysieren, Vorteile zu erkennen und den maximal ästhetischen Weg zu finden.

Wer sich in entspannter Hüttenatmosphäre von den „Schnitz(G)Schichten“ der beiden Zahntechniker für seine eigene Arbeit inspirieren lassen möchte und zudem gesellige Stunden mit Kollegen auf 1.250 Metern Höhe im Allgäu verbringen möchte, für den ist der dreitägige Kurs garantiert ein hochästhetisches
Natur- und Lern­vergnügen.

MATERIALIEN

Gips und Creopal-Zähne
Creation ZI-CT

WERKZEUGE

Feiner Minenschreiber und ein Stechzirkel oder Messschieber. Jeder Kursteilnehmer bekommt ein japanisches Schnitzmesser. Für das „feine Schnitzen“ sollten selbst Instrumente mitgebracht werden, die gegebenenfalls modifiziert werden dürfen. Besonders geeignet sind Instrumente mit einer Löffelform.

Persönliche Keramikutensilien (Pinsel, Anmischplatte) und ­Schleifkörper zur Ausarbeitung.

REFERENTEN

Simon Schömer und Claus-Peter Schulz

KURSGEBÜHR

€ 1.350,– zzgl. MwSt.
inkl. 2 Übernachtungen auf der Hütte und Verpflegung

Datum

13.07.2017 – 15.07.2017

Zeit

Tag 1: Anreise bis 12:00 Uhr
14:00 – open end
Tag 2: 08:00 – open end
Tag 3: 08:00 – ca. 17:00 Uhr

Ort

Bodenseehütte
Balderschwang im Allgäu Haus Nr. 50, 87538 Balderschwang, Deutschland

Anmeldeschluss

29.06.2017

Kursbelegung

      Kursplätze verfügbar
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CURRICULUM VITAE

Simon Schömer und Claus-Peter Schulz

Simon Schömer absolvierte seine Ausbildung am Niederrhein. Nach seiner Gesellenprüfung 2012, für die er eine Auszeichnung bekam, machte er sich auf die Suche nach seinem Weg in der Zahntechnik. Diesen fand er 2013 im Dentallabor von Jan-Holger Bellmann in Rastede. Im darauf folgenden Jahr war er über mehrere Wochen Schüler im Osaka Ceramic Training Center von Shigeo Kataoka in Japan. 2015 hatte er eine weitere prägende Begegnung mit ZTM Thomas Sing in Boston, USA. Mit ihm arbeitete er einige Tage in seinem Labor, oral design new england, zusammen. Geprägt ist Simon durch seinen Mentor Jan-Holger Bellmann und durch zahlreiche Kurse bei namhaften Zahntechnikern im In- und Ausland u. a. bei Udo Plaster, Andreas Nolte und Gérald Ubassy. Seit 2016 besucht er eine Meisterschule.

Claus-Peter Schulz wurde 1982 in Karlsruhe geboren. Von 1999 bis 2003 verbrachte er seine Lehrzeit im elterlichen Betrieb in Baden-Baden. Danach absolvierte er seinen Grundwehrdienst in einer Zahnarztpraxis in Immendingen. 2007 zog es ihn nach Stuttgart in das Labor von Peter Biekert, wo er seine zahntechnischen Kenntnisse vertiefen konnte. 2010 legte er in Karlsruhe seine Meisterprüfung ab, ein Jahr später folgte der Schritt in die Selbstständigkeit zusammen mit seinem Bruder in Baden-Baden.

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